01 Juni 2024

Demenz: Würde und Identität an erster Stelle

Ein Spiegelbild des Respekts

Die Sprache prägt unsere Wahrnehmung der Welt um uns herum, einschließlich der Art und Weise, wie wir Krankheiten wahrnehmen und behandeln. Bei körperlichen und psychischen Erkrankungen kann der Sprachgebrauch besonders einflussreich sein. Bei körperlichen Erkrankungen sprechen wir oft von „haben“, bei psychischen Erkrankungen von „sind“. Diese Nuancen in unserer Sprache machen deutlich, wie wichtig Einfühlungsvermögen und Respekt sind, wenn wir über Gesundheitsthemen sprechen.

Neudefinition von Demenz: Sie ist ein Prozess, nicht eine Person

Der Begriff „Demenz“ wird vor allem verwendet, um den Prozess der Demenz zu beschreiben, aber es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass diese Bezeichnung nicht die Person definiert. Auch wenn der Begriff manchmal verwendet wird, um auf den schleichenden Verlauf der Krankheit hinzuweisen und das Stigma des Endstadiums abzuschwächen, ist es wichtig, dass wir unsere Sprache sorgfältig wählen, um die Menschlichkeit jedes Einzelnen zu bewahren. Dies trägt dazu bei, die Person und nicht nur die Krankheit in den Mittelpunkt zu stellen.z

Respekt und Anerkennung: Blick über die Krankheit hinaus

Wenn wir von „Menschen mit Demenz“ und nicht von „Menschen mit Demenz“ sprechen, trägt dies zu einem respektvollen Ansatz bei, der die Würde des Einzelnen anerkennt. Die Demenz mag ein Teil ihres Lebens sein, aber sie bestimmt nicht ihr ganzes Wesen. Indem wir unsere Sprache anpassen, betonen wir, dass Menschen mit Demenz wertvolle Mitglieder der Gemeinschaft sind, die ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte haben. Damit leisten wir einen Beitrag zu einer integrativeren und verständnisvolleren Gesellschaft.

Der Demenz-Risiko-Selbsttest bildet die Grundlage für Ihre persönliche Präventionsstrategie zur Verringerung Ihres Risikos.